Ereignisse

Erste intakte B-17 in der Schweiz

Der Bomber mit dem Kennzeichen WF-E und dem Übernamen „So What?“ ist nach einem Einsatz über Stuttgart in Dübendorf gelandet. Am 22.09.1945 nach Burtonwood zurück gekehrt.

Dies war die erste B-17, die intakt in der Schweiz landete. (221_1)

Dies war die erste B-17, die intakt in der Schweiz landete. (221_1)

Der Bomber der 8th Air Force, 305th Bomb Group mit dem Kennzeichen WF-E und dem Übernamen „So What?“ ist nach einem Einsatz über Stuttgart in Dübendorf gelandet. Die Maschine wurde von 1LT Arthur Franklyn Glasier und 2LT David John Engler geflogen und landete unbeschädigt gegen 10.30 Uhr. Am 22.09.1945 wurde die Maschine nach Burtonwood zurückgeflogen.

Nachrichtendienst und technische Stellen fanden natürlich bei der Evaluation der „High Life“ und der „Battle Queen“ ein ideales Betätigungsfeld vor. Es wurden schon Pläne ausgearbeitet, mindestens einen dieser Vögel wieder flugtüchtig zu machen. Doch als nur wenige Wochen später nach einem Angriff auf Stuttgart am 6. September 1943 vier intakte B-17 in Dübendorf und Magadino niedergingen, wurde dieser Plan wieder fallengelassen. Als sich die Kunde von der Landung dreier intakter „Fliegender Festungen“ in Dübendorf wie ein Lauffeuer verbreitete, pilgerten am darauf folgenden Wochenende Hunderte von Schaulustigen zum Flugplatz, um diese Bomber in natura zu bewundern. Flugzeuge von den Abmessungen einer B-17 waren bisher in der Schweiz völlig unbekannt gewesen.

"So What?" wird in Dübendorf für den Rückflug nach Burtonwood vorbereitet. (221_2)

„So What?“ wird in Dübendorf für den Rückflug nach Burtonwood vorbereitet. (221_2)

Zwei der Maschinen wurden für den Rest des Krieges für Flugversuche dem Eidgenössischen Flugzeugwerk in Emmen zur Verfügung gestellt. Die in Magadino notgelandete B-17F-25-VE wurde am 22.Oktober mit Schweizer Kennzeichen von der Besatzung Oberst Högger und Oberleutnant Borner nach der Zentralschweiz überflogen. Dabei ereignete sich ein schwerer Zwischenfall, welcher leicht zum Verlust des ganzen Flugzeuges hätte führen können. Copilot Borner, entzückt von den vielen Knöpfen und Schaltern im Führerraum, betätigte irrtümlicherweise den Autopiloten, worauf die „Fliegende Festung“ eine gefährliche Eigendynamik nach allen Seiten entwickelte. Geistesgegenwärtig konnte Oberst Högger den Autopiloten schnell wieder ausschalten und den Vogel unter Kontrolle bringen.

Die Noseart der Flying Fortress.

Die Noseart der Flying Fortress. (221_3)


Ereignissdatum 6.9.1943
Ort Dübendorf
Kanton ZH
Ereignis Landung
Nation Amerika
Flugzeugart Bomber
Flugzeugtyp B-17 Flying Fortress
Flugzeugbezeichnung B-17 F-60-DL
Flugzeug-Spitzname So What?
Einteilung 8th Air Force, 305th Bomb Group, 364th Squadron
Basis Chelveston (GB)
Auftrag Bombardierung
Einsatzziel Stuttgart (D)
Rückkehr 22.09.1945 Rückkehr nach Burtonwood (GB)
Werknummer 42-3434
Kennzeichen WF-E
CH Archiv Nr. A004
Besatzung Pilot: Arthur F. Glasier, Jr., 1st Lt
Copilot: David J. Engler, 2nd Lt
Navigator: James J. Vitiello, 2nd Lt
Bombardier: Robert L. Hutchinson, 2nd Lt
Engineer: Robert B. Hooker, T/Sgt
Radio: James Dyktra, S/Sgt
Ball Turret: Gastano S. Polizzotti, S/Sgt
Right Waist: Charles C. Moore, S/Sgt
Left Waist: Jake R. Denere, S/Sgt
Tail Gunner: William Watkins, S/Sgt
Quelle Cockpit
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