Ereignisse

Notlandung im Beundenfeld – die Zweite

Die Maschine kollidierte bei der Landung auf dem Berner Beundenfeld mit einer Panzerattrappe.

Feldwebel Thank rammte bei seiner Landung eine Tankattrappe und blieb auf einer Zufahrt liegen. (51_2)

Feldwebel Thank rammte bei seiner Landung eine Tankattrappe und blieb auf einer Zufahrt liegen. (51_2)

Für die Landung auf Schweizer Boden wählten die Piloten dieser beiden Maschinen ausgerechnet das Berner Beundenfeld aus, auf dem die Schweizer Fliegertruppe 1914 ihren ersten Stützpunkt errichtet hatte. Da das ehemalige Flugfeld jedoch inzwischen wieder als Infanterieübungsplatz hergerichtet worden war, machten die beiden deutschen Flugzeuge am Morgen gegen 8.00 Uhr bei der Landung Bruch. Die erste Maschine überschlug sich auf einem Erdwall, während die zweite Bf 109 nach Kollisionen mit einer Panzerattrappe und einem Baum schliesslich auf einer Strasse zum Stillstand kam. Obwohl beide Bf 109 stark beschädigt wurden, wiesen die beiden Piloten, Feldwebel Paul Thank und Flieger Karl Friedrich Nehrenheim nur geringfügige Verletzungen auf. Das eine der beiden Flugzeuge war mit dem in den letzten Kriegsjahren eingeführten Holzleitwerk ausgerüstet (Typenbezeichnung Bf 109G-6/U2). Flieger Nehrenheim bekleidete früher den Grad eines Unteroffiziers, ist jedoch von diesem vor einiger Zeit degradiert worden. Dies geschah als Strafe für Demonstrationsflüge die Nehrenheim über einem Dorf ausgeführt hatte. Dabei sei er mit seinem Schulflugzeug mit dem Kirchturm kollidiert und abgestürzt. Aus dem Vernehmungsprotokoll ging hervor, dass Nehrenheim hoffte, mit guten Erfolgen in Fronteinsätzen seinen Dienstgrad wieder zu erlangen.

Beide Me-109 dienten der Schweizer Flugwaffe als Ersatzteilspender. (52_1)

Beide Me-109 dienten der Schweizer Flugwaffe als Ersatzteilspender. (52_1)


Ereignissdatum 20.8.1944
Ereignisszeit 08.00
Ort Berner Beundenfeld
Kanton BE
Ereignis Landung
Nation Deutschland
Flugzeugart Jäger
Flugzeugtyp Messerschmitt Bf 109
Flugzeugbezeichnung Messerschmitt Bf 109 G-6
Werknummer 163226
Kennzeichen Gelbe 12
CH Archiv Nr. D044
Besatzung Pilot: Paul Tanck, Feldwebel
Quelle Fremde Flugzeuge in der Schweiz
Autor Theo Wilhelm